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Geiselnahme
 
1  Strafrechtliche Geiselnahmen

Der Begriff „Geiselnahme“ wurde im Jahr 1971 mit den Paragraphen 239a und b im 18. Abschnitt des StGB unter der Überschrift „Straftaten gegen die persönliche Freiheit“ eingeführt. Die §§ 239a (Erpresserischer Menschenraub) und 239b (Geiselnahme) StGB schützen sowohl die persönliche Freiheit und Unversehrtheit des Nötigungsopfers als auch die Freiheit der Willensentschließung und Willensbetätigung des Nötigungsadressaten.
Während der Täter in § 239a StGB einen Vermögensvorteil anstrebt – er will die, durch die Erfüllung des objektiven Tatbestandes geschaffene, Lage zu einer Erpressung ausnutzen – erstrebt der Täter bei Erfüllung der Tatbestände des § 239b StGB hingegen einen anderen Zweck, der sich außerhalb des Vermögensbereiches abspielt: Er will das Opfer oder einen besorgten Dritten durch eine qualifizierte Drohung zu einem bestimmten Verhalten nötigen.
Aus strafrechtlicher Sicht liegt somit der entscheidende Unterschied zwischen erpresserischem Menschenraub und der Geiselnahme in der Nötigungsabsicht des Geiselnehmers: Ziel der strafrechtlichen Geiselnahme ist nicht die Bereicherung mittels Erpressung, sondern die Beeinträchtigung der Entscheidungsfreiheit.
Geiselnahmen können im Rahmen von privaten bzw. familiären Konflikten (gerade hier auch infolge starker Alkoholisierung) stattfinden, aber auch bei Raubüberfällen (insbesondere Bankraub) oder in Justizvollzugsanstalten. Meist handelt es sich um Einzeltäter und es werden Waffen mitgeführt. Die zutage tretende Motivation für eine Geiselnahme fußt oft darauf, dass die Forderungen oder Ziele eines Straftäters auf andere Weise nicht befriedigt wurden. Die Geiselnahme soll dann gewissermaßen den „Erfolg“ auf andere Art und Weise sichern. Die strafrechtlichen Geiselnahmen werden in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) unter der Schlüssel-Nr. 2340 erfasst (so genanntes Hellfeld). Die bekannt gewordenen Straftaten werden erst nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen vor Aktenabgabe an die Staatsanwaltschaft oder das Gericht erfasst. Die jährlich in der PKS erfassten Fälle liegen regelmäßig von der Anzahl her unter 100. Für das Jahr 2007 wurden 73 Fälle des erpresserischen Menschenraubes (§ 239a StGB) und 68 Fälle von (strafrechtlichen) Geiselnahmen (§ 239b StGB) registriert.

2  Polizeitaktische Geiselnahmen

Sofern die Polizei von einer noch andauernden Geiselnahme erfährt, sind ad hoc schwierige und unter hohem Zeitdruck stehende Maßnahmen und Entscheidungen zu treffen, um mit höchster Priorität das Leben der Geiseln zu retten.
Dabei handelt es sich oft um spektakuläre (Medien-) Ereignisse, bei denen der oder die Täter drohen, andere Menschen zu töten oder ihnen schwere Körperverletzungen zuzufügen. Die Vorbereitung, Durchführung und auch Nachbereitung von derartigen polizeilichen Einsatzlagen hat von daher eine besondere Bedeutung.
Diese Fälle – sofern der Aufenthaltsort von Opfer und Täter der Polizei bekannt ist – werden seitens der Polizei als „polizeitaktische Geiselnahme“ klassifiziert und polizeiintern (Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch (VS-NfD)) gesondert ausgewertet. Sollte der Polizei der Aufenthaltsort des Opfers nicht bekannt sein, werden diese Fälle als Freiheitsberaubung oder Entführung (hier sind erpresserische Forderungen zu erwarten) klassifiziert.


3  Kriminologische Aspekte der Geiselnahme

Hinsichtlich des Ausmaßes ist zwischen dem Hell- und dem Dunkelfeld zu unterscheiden. Allerdings finden Geiselnahmen meist offen statt und bleiben kaum dem Dunkelfeld vorbehalten.

Hinsichtlich der Motivlagen von Geiselnehmern wird unterschieden zwischen:

1. Bereicherung / Beutesicherungsdelikte,
2. Konflikttaten (Krisentäter oder Psychopath),
3. Geiselnahmen in JVA (unter anderem eine Fluchtmöglichkeit für Strafgefangene),
4. politisch motivierte Geiselnahmen (Terroristen).

Gerade von politisch motivierten Taten geht aufgrund der besonderen Motivation, der Planungstiefe, dem logistischen Hintergrund sowie möglicher unterstützenden Hintermänner eine besondere Gefährdung aus.
In den letzten Jahren ist insgesamt betrachtet eher eine abnehmende Tendenz zu verzeichnen. Präventionsmaßnahmen in Geldinstituten in Verbindung mit Schulungen für Bankangestellte haben zu einer deutlichen Reduzierung von Geiselnahmen in Banken geführt.
Entscheidend ist aber keinesfalls die Häufigkeit von Geiselnahmen. Fälle von Geiselnahmen stellen für alle durch das Tatgeschehen mittelbar oder unmittelbar betroffenen Personen, insbesondere jedoch für Täter und Opfer, eine psychische Ausnahmesituation besonderer Art dar. Schon eine einzelne Geiselnahme kann gravierende Folgen nach sich ziehen.
Aus psychologischer Sicht sind die Täter-Opfer-Beziehung und das Phänomen des so genannten Stockholmsyndroms von Bedeutung. 1973 wurde in Stockholm ein Kreditinstitut von zwei bewaffneten Tätern überfallen, die anschließend vier Geiseln für 131 Stunden (5 ½ Tage) bedrohten und dadurch das Leben dieser Geiseln gefährdeten. Zum ersten Mal beobachtete man ein psychologisches Phänomen, das seitdem das Stockholm-Syndrom genannt wird. Der Polizei war zwar bekannt, dass ein festgesetzter Geiselnehmer glaubt, ein Opfer der Polizei zu sein. Nun wurde jedoch zusätzlich festgestellt, dass auch die Geiseln dahin tendieren können, diese Auffassung des Täters zu teilen und gegebenenfalls auch aktiv unterstützen. Entgegen allen Erkenntnissen hatten die Geiseln mehr Angst vor der Polizei als vor dem Täter.
Ein neues Phänomen, welches bisher lediglich in Großbritannien, Nordirland und Belgien (hier allerdings nur in Wallonen, insbesondere Charleroi, Mons, Nivelles und Brüssel) registriert wurde, ist das so genannte Tiger Kidnapping: „Tiger’ kidnaps involve the holding of a hostage, usually a close relative of the victim, to force the victim to facilitate a robbery. This tactic has been used in effecting major robberies, including those of cash repositories.”
Kennzeichnend für die Tatbegehungsweise eines Tiger-Kidnappings ist die relative schnelle Aktion (nach wahrscheinlicher intensiver Ausspähung der Opfer) gegenüber Schlüsselträgern und ggf. auch deren Angehörigen, um diese als „menschlichen Schlüssel“ für die Herausgabe von Vermögenswerten auszunutzen, ehe es zu einer Alarmierung der Polizei kommen kann. Eines der spektakulärsten Beispiele ereignete sich in England (Tonbridge, Grafschaft Kent, Securitas Depot, Februar 2006).
Neben den genannten Fragestellungen gibt es aus Sicht der Kriminologie im Bereich der Geiselnahme weitere Themengebiete, wozu sich allerdings so gut wie keine Veröffentlichungen finden. Lediglich sporadisch finden sich Darstellungen zu Geiselnahmen, die sich jedoch überwiegend auf Einzelfalldarstellungen beschränken.
Der Deliktsbereich der Geiselnahme wird nicht nur viktimologisch vernachlässigt (so Kaiser 1996, § 47 Rdnr. 22). Auch was die Täterseite und die situativen Merkmale (Tatort, Tatzeiten, äußere Umstände) betrifft, finden sich wenige Darstellungen.
Häufig von der Öffentlichkeit zu wenige beachtet werden Geiselnahmen im sozialen Nahraum (s. Heubrock u.a. 2005), wie z.B. die Geiselnahme in Rehau (Landkreis Hof) eines zweijährigen Mädchens durch ihren 32-jährigen Vater.

4  Herausragende Geiselnahmen (aus deutscher Perspektive):

- „Der Fall Rammelmayr / Todorov“, München, 04. August 1971
„Eine für damalige Verhältnisse außergewöhnliche Tat ereignete sich im August 1971 in München, als zwei Männer eine Bankfiliale ausrauben wollten und dabei mehrere Geiseln nahmen. Beim Schusswechsel mit der Polizei starben ein Täter und eine Geisel. Der Fall Rammelmayr / Todorov fand ein starkes Medienecho und wurde in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert.“ (http://www.polizei.bayern.de/wir/geschichte/index.html/23369, zuletzt besucht am 19.08.2008.)

- „Das Olympia-Attentat“, München, Olympisches Dorf, 05. September 1972
„Spektakulärer Höhepunkt des arabisch-palästinensischen Terrors in Bayern war das Attentat auf die israelische Olympiamannschaft in München am 5. September 1972. Beim Versuch der Polizei, neun Geiseln auf dem Flughafen Fürstenfeldbruck zu befreien, kamen diese ebenso wie fünf der acht Attentäter und ein Polizeibeamter ums Leben. Der Einsatz der Münchner Polizei, die unzureichend auf den Anschlag vorbereitet war, wurde anschließend zum Teil heftig kritisiert.“ (http://www.polizei.bayern.de/wir/geschichte/index.html/23284, zuletzt besucht am 19.08.2008.)

- Geiselnahme im Zusammenhang mit dem Luftverkehr: „Die Landshut-Entführung“, 13. – 18. Oktober 1977
„Am 5. September 1977 entführte das RAF-"Kommando Siegfried Hausner" den Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer, um inhaftierte Mitglieder der Rote Armee Fraktion aus dem Gefängnis freizupressen. Um den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen kidnappten vier palästinensische Terroristen am 13. Oktober 1977 das Lufthansa-Passagierflugzeug Landshut. 91 Menschen an Bord der Maschine werden zu Geiseln.“ (http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/682116/, zuletzt besucht am 19.08.2008.)

- „Das Gladbecker-Geiseldrama“, 16. – 18. August 1988
„Einer der spektakulärsten Kriminalfälle der deutschen Nachkriegsgeschichte jährt sich zum 20. Mal: Das Geiseldrama von Gladbeck. Zwei Verbrecher, Dieter Degowski und Hans-Jürgen Rösner, nahmen nach einem gescheiterten Banküberfall Geiseln und starteten eine dreitägige Irrfahrt durch West- und Norddeutschland. Während ihrer Flucht gaben Rösner und Degowski bereitwillig Interviews und wurden zu so etwas wie Medienstars.“ (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/831075/, dazu auch eine Audio-Collage der Sendung "Markt und Medien" im Deutschlandfunk als Zusammenfassung der Berichterstattung: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/08/09/dlf_20080809_1722_68a8ab2b.mp3.
Detailliert auch der Bericht des Untersuchungsausschusses "Gladbeck" (Drucksache 10/5291), http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD10-5291.pdf, sowie Spiegel-Online, SPIEGEL TV Special, Gladbeck 1988 - Anatomie eines Geiseldramas, http://www.spiegel.de/sptv/special/0,1518,570852,00.html, jeweils zuletzt besucht am 19.08.2008.)

- Geiselnahme „Landeszentralbank Aachen“, 20. – 22. Dezember 1999
Mitarbeiter einer Geldtransportfirma werden von einem schwer bewaffneten Mann überwältigt. Mit ihnen fährt er in die Aachener Filiale der nordrhein-westfälischen Landeszentralbank und verschanzt sich dort. „Beim Verlassen der Bank in einem Fluchtfahrzeug zwingen ihn die Polizisten, den Wagen zu verlassen. Der Geiselnehmer wird von einem Präzisionsschützen erschossen. Die Handgranate, die Rudolph Becker am Körper trägt, kann gesichert werden. Nach 52stündigem Nervenkrieg ist dies das Ende des Geiseldramas von Aachen.“ (http://www.lernzeit.de/sendung.phtml?detail=819185, zuletzt besucht am 19.08.2008.)

- Geiselnahme im Musiktheater „Nord-Ost“, Moskau, 23. – 26. Oktober 2002
„Ein tschetschenisches Kommando besetzt ein Moskauer Theater, nimmt über 700 Geiseln und verlangt als Preis für deren Freigabe den sofortigen Abzug der russischen Armee aus Tschetschenien. Die russische Regierung wendet sich an die Weltöffentlichkeit: "Die Tragödie der Geiselnahme in Moskau hat wie auch die Terroranschläge in anderen Regionen dieser Welt gezeigt, dass die Weltgemeinschaft nicht mit vereinzelten Aktionen, sondern einer geschickt koordinierten, breit angelegten Aggression der Stoßtrupps der Kräfte des internationalen Terrorismus konfrontiert wird. Von Gewehren bedroht werden in Moskau nicht nur Einwohner Russlands, sondern auch Vertreter anderer Staaten und Völker. Um diese aus der Notlage zu befreien, um keine ähnlichen Tragödien in der Zukunft zuzulassen, muss sich die Weltgemeinschaft im Kampf gegen den Terrorismus zusammen tun." (Interfax 24.10.)“ http://www.gegenstandpunkt.com/gs/02/4/geisel-x.htm, zuletzt besucht am 19.08.2008.)
„Nach 57 Stunden der Angst haben russische Spezialeinheiten am frühen Samstagmorgen das Moskauer Musicaltheater gestürmt, in dem tschetschenische Rebellen etwa 700 Geiseln festhielten. Nach Behördenangaben starben mindestens 67 Geiseln und mehr als 30 der Geiselnehmer.“ (http://rhein-zeitung.de/on/02/10/26/topnews/moskau_chron.html, zuletzt besucht am 19.08.2008.)

- Geiselnahme in einer Schule in Beslan / Nord-Ossetien / Russland, 01. – 03. September 2004
„Bei der Erstürmung der Schule in der nordossetischen Stadt Beslan durch die Armee waren nach amtlichen Angaben 332 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen 186 Kinder. Außerdem wurden demnach 31 der 32 Geiselnehmer getötet, der Überlebende wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.“ (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,434955,00.html, zuletzt besucht am 19.08.2008 und detailreich aus der Sicht eines amerikanischen Augenzeugens: Giduck, John, Terror at Beslan: A Russian Tragedy with Lessons for America's Schools, Archangel Group, 2005.)

- Geiselnahme in Wien / Österreich, 27. Februar 2007
Ein 39-jähriger Österreicher hat eine Bankfiliale in einer belebten Geschäftsstraße überfallen und dabei fünf Menschen stundenlang als Geiseln festgehalten. Erst nach zähen Verhandlungen mit der Polizei und gutem Zureden seiner Freundin gab der mit einer Pistole bewaffnete Mann nach rund fünf Stunden auf. Er verließ am Nachmittag mit einer weiblichen Geisel das Gebäude und legte die Waffe zum Zeichen der Aufgabe auf den Boden.
Das herausragende an dieser eigentlich eher harmlosen Geiselnahme (Drohmittel war eine Pistolenattrappe) ist das Verhalten eines Journalisten, bei dem die Erfahrungen aus der Gladbecker Geiselnahme offensichtlich nicht angekommen sind (Siehe auch Ziffer 11 des Pressekodexes des Deutschen Presserates: „Sensationsberichterstattung, Jugendschutz. Die Presse verzichtet auf eine unangemessen sensationelle Darstellung von Gewalt, Brutalität und Leid. Die Presse beachtet den Jugendschutz.“
(http://www.presserat.de/Pressekodex.pressekodex.0.html), sowie die „Richtlinie 11.2 - Berichterstattung über Gewalttaten. Bei der Berichterstattung über Gewalttaten, auch angedrohte, wägt die Presse das Informationsinteresse der Öffentlichkeit gegen die Interessen der Opfer und Betroffenen sorgsam ab. Sie berichtet über diese Vorgänge unabhängig und authentisch, lässt sich aber dabei nicht zum Werkzeug von Verbrechern machen. Sie unternimmt keine eigenmächtigen Vermittlungsversuche zwischen Verbrechern und Polizei. Interviews mit Tätern während des Tatgeschehens darf es nicht geben.“ (http://www.presserat.de/Richtlinien-zu-Ziffer.88.0.html).
Das Telefonat des Journalisten mit dem Geiselnehmer ist bei YouTube im Internet zu hören: http://youtube.com/watch?v=uQTv_WLoXT8, jeweils zuletzt besucht am 19.08.2008.).
„So einen Banküberfall gab es noch nie: Die Geiseln bangten um ihr Leben, aus den Fenstern der Nachbarn schallte "Ba-Ba-Banküberfall". Noch skurriler: Am Telefon beschwerte sich der Geiselnehmer bei einem Journalisten über zugesperrte Toiletten und fehlende Zigaretten. … Journalist der Zeitung "Österreich": "Guten Tag, ich wollte mit dem Herrn sprechen, der dort mit ein paar Leuten drinnen sitzt. Mit wem hab' ich die Ehre?" …“ (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,469607,00.html, zuletzt besucht am 19.08.2008.)

Am 18. Februar 2008 konnte der Versuch einer Geiselnahme im Hochsicherheitstrakt der Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Brackwede in letzter Sekunde verhindert werden: „"Bankräuber-König" baut im Gefängnis Sprengsätze … versucht, zwei Beamte der Justizvollzugsanstalt Bielefeld als Geiseln zu nehmen. Er schüttete den beiden Justizbeamten kochendes Wasser ins Gesicht, dann gab es eine Verpuffung. Nachdem er überwältigt worden war, entdeckten die Ermittler in seiner Zelle die Sprengsätze.“ (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,570407,00.html, zuletzt besucht am 19.08.2008.).

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Dahlke, Matthias
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Dolnik, Adam/Fitzgerald, Keith M
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Friedberger, Irmtraut
Erlebnisbericht über die Verhandlungsführung bei einer Geiselnahme. In: ZfStrVo 2001, Seite 271-272.

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